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PRESSEMELDUNG: "THEOLOGIE DER FRAU" NICHT GENUG!

Wien, 01.07.2014. Das Plädoyer von Papst Franziskus für eine „Theologie der Frau“ hält der Vorsitzende der Pfarrer-Initiative, Helmut Schüller, für zu kurz gegriffen. „Wir brauchen keine theologische Abhandlung von Männern über die Frau. Wir brauchen eine Kirche, die durch Männer und Frauen ebenbürtig geleitet und repräsentiert wird“, so Schüller.

„Solange die katholische Kirche in ihren eigenen Strukturen die biblische Grundbotschaft – dass Männer und Frauen gemeinsam Bild Gottes sind – nicht berücksichtigt, leidet sie an einem Körpersprachfehler: Sie sagt das eine und lebt das andere. Frauen werden in unserer Kirche systematisch diskriminiert – im Widerspruch zur Lehre Jesu. Diesen Zustand ändern wir nicht mit theologischen Debatten, sondern nur mit echten Strukturreformen.“

Die Hoffnung, dass sich unter Papst Franziskus Türen für eine gleichberechtigte Stellung der Frau in der katholischen Kirche öffnen könnten, gibt Schüller dennoch nicht auf: „Wenn unsere Bischöfe endlich aufwachen und Papst Franziskus aktiv darin unterstützen, die Kirche wieder zu den Menschen zu bringen, dann kann es auch gelingen, die katholische Kirche in eine jesusgemäße Zukunft zu führen“, so der Vorsitzende der Pfarrer-Initiative.

Papst Franziskus hatte sich im Sonntags-Interview mit der römischen Tageszeitung „Il Messaggero“ dafür ausgesprochen, die Frauenfrage in der Kirche zu vertiefen und dafür plädiert, intensiver an einer „Theologie der Frau“ zu arbeiten.

Wir trauern um Prof. Dr. Hans Küng

Wien, 6.4.2021 | Mit unzähligen Menschen innerhalb und außerhalb der katholischen Kirche teilt die Pfarrer-Initiative die Betroffenheit über den Tod des großen und prophetischen Theologen Hans Küng und darüber, dass seine wichtige Stimme zu wichtigen Themen und Fragen der Kirche und unserer Zeit ab nun nicht mehr zu hören sein wird.

Als Mann und Frau: Den „Bräutigam“ repräsentieren, nicht darstellen!

Replik auf die Herder Korrespondenz 01/2021

Wien, 28.1.2021 | In seinem Artikel „Den Bräutigam darstellen“ führt Jan-Heiner Tück in der Herder Korrespondenz 1/2021 Argumente gegen die Frauenordination an. Nach seiner „Logik sakramentaler Repräsentation“ kann den Einsetzungsbericht, die Worte Jesu Christi beim Letzen Abendmahl über Brot und Wein, nur ein männlicher Priester sprechen, da dies die Worte des „Bräutigams“ an die „Braut“, die kirchliche Gemeinschaft seien.

VATIKANISCHE KOMMISSION REGT FRAUEN-SYNODE AN

12.04.2018. Die Päpstliche Lateinamerika-Kommission hat eine eigene Bischofssynode zum Thema Frauen angeregt. Dies geht aus der Abschlusserklärung der Tagung hervor, die bereits Anfang März in Rom stattgefunden hat. Das Dokument trägt den Namen „Die Frau, Säule der Kirche und der Gesellschaft in Lateinamerika“. Zu dem Treffen der 24 Bischöfe und Kardinäle waren 14 südamerikanische Frauen aus verschiedenen Bereichen eingeladen worden.