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OFFENER BRIEF DER DEUTSCHSPRACHIGEN PFARRER-INITIATIVEN ZUR FAMILIENSYNODE

01.10.2014. Ausgangspunkt der synodalen Beratungen muss die unbedingte Anerkennung und Wertschätzung des Lebens und der Erfahrungen aller Ehepaare, Familien und Menschen in Beziehungen sein. Besonders der persönlichen Gewissensentscheidung muss im Sprechen und Leben der Kirche ihr rechtmäßiger Ort zurückgegeben werden.

Der Glaubenssinn des Volkes Gottes (sensus fidelium), der in den Stellungnahmen der Ortskirchen und Pfarrgemeinden zum Vatikanischen Fragebogen zum Ausdruck kommt, ist als grundlegende Inspirationsquelle für die Lehre der Kirche heranzuziehen. Alle Aspekte von Ehe, Familie und anderen Lebensgemeinschaften sollen dem Evangelium gemäß vom Menschen als Person und Beziehungswesen ausgehend bedacht und beraten werden.

Wir erwarten uns die offizielle Öffnung von Wegen zum Kommunionempfang für (noch) nicht kirchlich verheiratete Partner, für geschiedene Wiederverheiratete und homosexuelle Paare.

In unseren Anliegen solidarisieren wir uns mit der Stellungnahme des Diözesanbischofs von Antwerpen, Johan Bonny, vom 1. September 2014.

gez.

Vorstand der Pfarrer-Initiative Österreich

Vorstand der Pfarrer-Initiative Deutschland

Vorstand der Pfarrei-Initiative Schweiz

INTERNATIONALE VERNETZUNG: FÜR EINE GELEBTE INKLUSIVE KIRCHE

Im Herbst 2013 fand auf Einladung der österreichischen und schweizer Pfarrer- und Pfarrei-Initiative das erste Internationale Vernetzungstreffen katholischer Priestervereinigungen und Kirchenreformgruppen in Bregenz statt. Über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sechs Ländern und drei Kontinenten suchten den Schulterschluss zwischen Priestern und Gläubigen, Männern und Frauen - mit dem Ziel, sich ab sofort gemeinsam für die Zukunft unserer Kirche einzusetzen.

AKTIONSBÜNDNIS "PFARREN MIT ZUKUNFT - STATT XXL-GEMEINDE"

Im Jänner 2015 haben wir das Aktionsbündnis "Pfarren mit Zukunft - statt XXL-Gemeinde" gegründet. Ziel ist es, nach neuen Wegen für die Zukunft der Pfarrgemeinden in Österreich zu suchen und so praktische Alternativen zur Zusammenlegung lebendiger Gemeinden im Zuge der diözesanen Strukturreform zu schaffen.

FRANZISKUS: DIE KIRCHE KENNT KEIN AMT DES TÜRSCHLIESSER

12.05.2014. „Wer sind wir, dass wir uns anmaßen dürften, Türen zu schließen, die der Heilige Geist öffnen will?“ Das fragte Papst Franziskus an diesem Montag in seiner Frühmesse im Vatikan-Gästehaus Santa Marta. Der Geist wehe, wo er wolle, man dürfe sich ihm nicht in den Weg stellen, so der Papst eindringlich.