Sonntag 17. Dezember 2017

Aufruf zum Ungehorsam

Die römische Verweigerung einer längst notwendigen Kirchenreform und die Untätigkeit der Bischöfe erlauben uns nicht nur, sondern sie zwingen uns, dem Gewissen zu folgen und selbständig tätig zu werden. Wir Priester wollen künftig Zeichen setzen!

 

1. WIR WERDEN in Zukunft in jedem Gottesdienst eine Fürbitte um Kirchenreform sprechen. Wir nehmen das Bibelwort ernst: Bittet, und ihr werdet empfangen. Vor Gott gilt Redefreiheit.

 

2. WIR WERDEN gutwilligen Gläubigen grundsätzlich die Eucharistie nicht verweigern. Das gilt besonders für Geschiedene-Wiederverheiratete, für Mitglieder anderer christlicher Kirchen und fallweise auch für Ausgetretene.

 

3. WIR WERDEN möglichst vermeiden, an Sonn- und Feiertagen mehrfach zu zelebrieren, oder durchreisende und ortsfremde Priester einzusetzen. Besser ein selbstgestalteter Wortgottesdienst als liturgische Gastspielreisen.

 

4. WIR WERDEN künftig einen Wortgottesdienst mit Kommunionspendung als "priesterlose Eucharistiefeier" ansehen und auch so nennen. So erfüllen wir die Sonntagspflicht in priesterarmer Zeit.

 

5. WIR WERDEN auch das Predigtverbot für kompetent ausgebildete Laien und Religionslehrerinnen missachten. Es ist gerade in schwerer Zeit notwendig, das Wort Gottes zu verkünden.

 

6. WIR WERDEN uns dafür einsetzen, dass jede Pfarre einen eigenen Vorsteher hat: Mann oder Frau, verheiratet oder unverheiratet, hauptamtlich oder nebenamtlich. Das aber nicht durch Pfarrzusammenlegungen, sondern durch ein neues Priesterbild.

 

7. WIR WERDEN deshalb jede Gelegenheit nützen, uns öffentlich für die Zulassung von Frauen und Verheirateten zum Priesteramt auszusprechen. Wir sehen in ihnen willkommene Kolleginnen und Kollegen im Amt der Seelsorge.

 

Im Übrigen sehen wir uns solidarisch mit jenen Kollegen, die wegen einer Eheschließung ihr Amt nicht mehr ausüben dürfen, sowie auch mit jenen, die trotz einer Beziehung weiterhin ihren Dienst als Priester leisten. Beide Gruppen folgen mit ihrer Entscheidung ihrem Gewissen - wie ja auch wir mit unserem Protest. Wir sehen in ihnen ebenso wie im Papst und den Bischöfen "unsere Brüder". Was darüber hinaus ein "Mitbruder" sein soll, wissen wir nicht. Einer ist unser Meister - wir alle aber sind Brüder und Schwestern (sollte es unter Christinnen und Christen allerdings heißen). Dafür wollen wir aufstehen, dafür wollen wir eintreten, dafür wollen wir beten. Amen.

 

Dreifaltigkeitssonntag, 19. Juni 2011

Die PI in Österreich

9 Bundesländer

385 Mitglieder

3.433 UnterstützerInnen

Unser Leitbild

MITMACHEN

Presseschau

〉 Ehe für alle

  Ö1: Praxis, 13.12.2017

 

〉 Pater Arno für Pfarrerinnen

  nachrichten.at, 07.12.2017

 

〉 Schüller für gleischgeschlechtliche Ehe

  Kurier 06.12.2017

 

〉 Neuer Bischof in Innsbruck

  DerStandard 23.09.2017

 

〉 PI: Sedisvakanz in Innsbruck "untragbar"

  ORF-Religion 12.09.2017

 

〉 Ein Streitbarer schafft sich ab

  Salzburger Nachrichten 01.09.2017

 

〉 Vatikan-Zeitung kritisiert Reformunwillen

  ORF-Religion 23.07.2017

 

〉 Warten auf den Bischof

  Profil 28.06.2017

 

〉 PI-Pfarrer segnet Homoehe

  Kurier 19.06.2017

 

〉 PRESSEKONFERENZ 04.05.2017

  zum Medienecho

 

〉 "Provokation für die Bischöfe"

  Die Presse 15.04.2017

 

〉 Papst-Interview in der ZEIT

  DIE ZEIT 08.03.2017

 

〉 Studiogespräch mit Pfarrer Schüller

  ORF-Orientierung 26.02.2017

 

〉 Schönborns Reform: Priester skeptisch

  Die Presse 17.02.2017

 

〉 Fünf Jahre "Aufruf zum Ungehorsam"

  Die Presse 19.06.2016

 

ALLE ARTIKEL

  • iconhelmutschueller.png
  • iconunterstuetzenspenden.png
  • iconkontaktaufnehmen.png
Aufruf zum Ungehorsam

4

WIR WERDEN KÜNFTIG EINEN WORTGOTTESDIENST MIT KOMMUNIONSSPENDUNG ALS "PRIESTERLOSE EUCHARISTIEFEIER" ANSEHEN UND AUCH SO NENNEN. So erfüllen wir die Sonntagspflicht in priesterarmer Zeit.

PFARRER-INITIATIVE
Marschallplatz 6
A-1120 Wien

+43 (0) 664-94 384 79
kontakt@pfarrer-initiative.at
http://www.pfarrer-initiative.at/